21. und 22.08.2004 - 600 Jahre Stadtrechte Aub

Am 21./22. August 2004 feierte die Stadt Aub die Gewährung ihrer Stadtrechte vor 600 Jahren. Der Arbeitskreis Kaufmannszug nahm mit einer Abordnung am Festumzug teil.


Der Kaufmannszug in Aub

Für 70 Seligenstädter wurden am 22./23. August 2004 die Erinnerungen an den Kaufmannszug 2003 wieder wach. Die Truppe mit 2 Planwagen, 7 Pferden und einem Wachtrupp Soldaten samt Kanone, stellte den Geleitszug bei einem historischen Festzug in der Stadt Aub dar. Aub das den Seligenstädtern im letzten Jahr beim Kaufmannszug einen überragenden Empfang bereitet hatte, feierte im Jahr 2004 600 Jahre Stadtrechte. Im Jahr 1404 wurde dem Markt Aub, der zu dieser Zeit bereits ein wichtiges Handelszentrum an der stark befahrenen Heer- und Handelsstraße Frankfurt- Nürnberg – Augsburg war, von König Ruprecht von der Pfalz, das Stadtrecht verliehen. Grund genug für den Arbeitskreis Kaufmannszug sich noch einmal zu bedanken und die Festlichkeiten zu unterstützen. Bereits am Freitag reiste ein großer Teil der Teilnehmer an. Im Garten des Schlosses wurde ein stilechtes Lager aufgeschlagen und die Freude war groß, als Bürgermeister Robert Melber ein Faß Bier spendierte. Zwischen den Regenschauern des Samstags blieb für die Seligenstädter Zeit, sich die Jubiläumsausstellungen und das frisch restaurierte Auber Spital anzusehen. Pünktlich zur Eröffnung des Festes, mit Einzug der Seligenstädter in historischen Kostümen und einem Salutschuß aus der Kanone, besserte sich das Wetter und das Freibier wurde in vollen Zügen genossen. Der Abend wurde im Lager mit einem Kaufmannsmahl und Lagerfeuer gestaltet. Und wieder einmal zeigte sich die Auber Gastfreundschaft, im Namen des Gewerbevereins stifteten Schlachter Neckermann und Bäcker Schedel die bestellten Spanferkel. Bis spät in die Nacht wurde bei Gesang und Lautenspiel gefeiert. Unter dem Thema Aub im Wandel der Jahrhunderte gestaltete sich der Jubiläumsfestzug am Sonntag. Der Umzug in Form einer Ereignisachse durch die Jahrhunderte, griff die geschichtlich relevanten Geschehnisse um Aub auf. Beginnend mit Benediktinermönchen aus dem 11.Jahrhundert, über die Verleihung des Marktrechts 1355 durch Gottfried II von Hohenlohe-Brauneck, der Stadternennung, dem Hals- und Zentgerichts im 16.Jahrhundert, der Bedeutung des Auber Schlosses im 18.Jahrhundert, bis hin zur Gebietsreform 1978 wurde ein weiter Bogen gespannt. Der Geleitszug stellte dazu bei weitem die größte Nummer dar. Das Highlight war aber bestimmt der symbolische Schluck aus dem steifen Löffel für Bürgermeister Robert Melber und Landrat Waldemar Zorn auf dem Marktplatz. Es bleibt die Erinnerung an ein schönes Wochenende und die Freunde an der Entwicklung einer Freundschaft zwischen beiden Städtchen.

 

Robert Wurzel, 23.09.2004

 

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