Der Freund aus Aub

Wer meint die Reise zu Ende sei,
Sie ist noch lange nicht vorbei.
Erblickt man Bilder, so wie heute,
von dieser lustgen Kaufmannsmeute.
Dann glaubt man nicht, dass schon ein Jahr,
man meint, es erst vor Wochen war.
So viele Eindrücke, Sie blieben kleben,
unbeschwertes Zigeunerleben.
Heute hier, und morgen dort,
jeden Tag ein andrer Ort.
Pferde auf und ab zu zäumen,
und das Striegeln nicht versäumen.
Und für uns gab`s gutes Essen,
der Alltag, er war schnell vergessen.
Ob Man, ob Frau, jung oder alt,
beim Arbeiten, machte keiner halt.
Jeder brachte sich da ein,
so soll zusammen Leben sein.
Und Abends wurde zünftig gefeiert,
so mancher hat ins Zelt gereihert.
Doch tat`s der Stimmung keinen Schaden,
ein jeder zog am gleichen Faden.
Erlebtes Revue passieren zu lassen,
konnte man am nächsten Tag nicht fassen.
Weil weiter wir schon losgezogen,
neue Städte uns bewogen.
Und das wir Auber, schon ab der ersten Stunde,
herzlichst aufgenommen in eurer Runde.
Das tat so gut, war´n voller Ehren,
als wenn wir Selgenstädter wären.
Und Eure Freundlichkeit, die begegnete uns ständig,
in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich.
Kein leeres Gerede, voll Schall und Rauch,
wir hatten Flugzeuge im Bauch.
So bleibt zum Schluss, Euch vorzutragen,
ein herzlich Vergelt´s Gott, dafür zu sagen.

von Christian Melber

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