Kaufmannszug 2011 Augsburg - Seligenstadt 
Montag, 30.5.2011, Harburg - Nördlingen / R. Wurzel

 

Punkt 09:50 Uhr sind wir heute Morgen an der Harburg gestartet, so berich-tete mir zumindest unser Willi beim Mittagessen. Ich saß zu dieser Zeit in unserem Servicewagen, im Schlepptau der Anhänger mit den Wassertanks, die gerade gefüllt wurden (2x 1000l , den 40 Pferde haben Durst) , versuche Bilder zu bearbeiten und ein paar Zeilen zum letzten Tag zu verfassen. War es gestern noch angenehm warm, so ist es heute schon hochsommerlich heiß und wir müssen zwischendurch schon mal eine Trinkpause für die Pferde einlegen. Die Strecke führt uns durch weitgehend schattenloses Gelände, das aber mit Blicken in die weitläufige Hügellandschaft entschädigt. Schnell erreichen wir den Gasthof Schröppel, unser Mittagsziel in Kleinsorheim. Im schattigen Biergarten des Hofes läßt es sich aushalten. Selbstverständlich hat der Wirt wieder einen Schweinsbraten‘ für uns vorbereitet. Die 38 kg Fleisch und 120 Klöße vom letzten mal werden diesmal wohl nicht gereicht haben, unter 200 Klößen wird da nichts gegangen sein (waren die gut). Das Landschaftsbild hält dann auch am Nachmittag wieder herrliche Weitblicke für uns bereit und das erste mal stellt sich wieder dieses Gefühl der ‚Entschleunigung‘ ein, die Uhr scheint sich im positivem Sinne langsamer zu drehen, es bleibt mehr Zeit für die Wahrnehmung. Umso mehr sind wir verwundert als schon bald der Löbsinger Tortum, eines der Wahrzeichen der freien Reichsstadt Nördlingen, aus der Ferne auftaucht. Nördlingen selbst hat bereits im 12. Jahrhundert das Messeprivileg erhalten und bewahrt wie wir aktiv seine Geschichte - so verwundert es nicht das der Rat der Stadt uns in historischen Gewandungen empfängt. In die Stadt geleitet wurden wir zuvor durch den ‚Trommlertrupp‘ der Nördlinger Knabenkapelle - einfach unbeschreiblich, über 50 Jungs die akkurat trommeln und eine perfekte Marschformation bilden. Wir sind den Nördlingen gut in Erinnerung geblieben, entsprechend herzlich fällt auch die Begrüßung durch den Bürgermeister und den ‚Historischen Bürgermeister‘ aus. Eingerahmt in die Klänge von klassischen Märschen wie Hohenfriedberger- oder Torgauer Marsch genießen wir den Empfang. In unserem Lager auf der Eiswiese klingt heute unser Tag aus. Auch hier erhalten wir überraschend Besuch von zwei Nachtwächtern die ihre Weisen vortragen und damit das Intro für einen romantischen Abend bei Gesang liefern. Wenn der Türmer vom Daniel das zweite mal sein Fenster öffnet ist 00:00 Uhr und Zeit für das Bett hatte uns der Bürgermeister gemahnt - na ja, wie schon gesagt, un-sere Uhren gehen im Moment anders. 

 

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